Was ist PORTUS?

Was bedeutet PORTUS?

PORTUS ist der alte römische Name von Pforzheim. Einer Stadt, die schon in frühen Zeiten eine wichtige Achse für Industrie und Handel war. Kurz vor Kriegsende wurde Pforzheim bei einem Luftangriff fast vollständig zerstört. Die arbeitsame Bevölkerung baute die Stadt relativ schnell wieder auf und wurde nach dem Krieg wie schon zuvor ein wichtiger Standort der Schmuckindustrie, die der Stadt auch den Beinamen „Goldstadt“ einbrachte.

Warum Fahrradfürsorge?

Mittlerweile ist von der ehemaligen „Goldstadt“ durch den Kostendruck der Globalisierung nicht mehr viel übrig geblieben. In Baden-Württemberg hat Pforzheim mit über 10% die höchste Arbeitslosenquote. Nicht ohne Grund sind deshalb bestimmte Stadtteile als soziale Brennpunkte anzusehen, in denen gerade die Kinder und Jugendliche leider viel zu kurz kommen. Mit der effektivsten Maschine auf dieser Erde, dem Fahrrad, wollen wir eine Brücke zu den Menschen von Pforzheim schlagen.

Was passiert konkret bei der PORTUS Fahrradfürsorge?

Imagefilm | Portus Fahrradfuersorge (2014) from Daniel Weisser on Vimeo.

Der Grundgedanke von PORTUS ist eine Selbsthilfe-Fahrradwerkstatt, in der Jung und Alt ihre Fahrräder unter Anleitung wieder instand setzen kann.

Konkret wird die Werkstatt durchschnittlich zwei Mal im Monat für Jung und Alt geöffnet. Wir bezeichnen das dann als „Offene Werkstatt“ oder „betreutes Schrauben“. Bitte dazu auch die Seite „Wann?“ besuchen.

Für Kinder und Jugendliche im Alter von 10-16 Jahren gibt es seit Anfang Mai 2012 wöchentlich „Die Freitagsschrauber„. An diesen Freitagen gibt es die Möglichkeit sein eigenes Rad zu reparieren, einfach mitzuhelfen und dadurch viel über das Fahrrad lernen, weil es immer etwas zu tun gibt. Los geht`s immer um 15 Uhr bis 17 Uhr, wobei wir derzeit maximal 7 Kinder „beschäftigen“ können. Mehr geht aus personellen Gründen derzeit leider nicht. Dabei gilt die Regel. Wer zuerst kommt, schraubt zuerst.

Dadurch wollen wir Begeisterung für Technik wecken, Talente freilegen, Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten aufbauen und ganz bewusst Zeit in unsere Freitagsschrauber investieren.

Durch kleine Ausflüge in die Natur verbessern wir die Fahrtechnik und atmen mal etwas anderes als „Stadtluft“.

Mit der Verwertung von gebrauchten Ersatzteilen oder gespendeten Neu-Komponenten, die von umliegenden Fahrradläden, Privatpersonen oder der Industrie stammen, sollen und werden möglichst alle Reparaturen durchgeführt. Bis auf den Leiter Alexander Clauss arbeiten alle anderen Mitarbeiter des Projekt derzeit ehrenamtlich. Die 400€-Stelle von Alexander Clauss wird komplett aus Spenden finanziert und er freut sich jederzeit über weitere Unterstützung (s. dazu auch “Wie helfen?“)

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